Verbandsgemeinde Flechtingen

Informationen zum kommunalen Breitbandsausbau auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Flechtingen

Fragen & Antworten zum Breitband (Stand: 11/2018)

–                  Wie lange dauert der Ausbau des kommunalen Glasfasernetzes noch?

Es ist für Unbeteiligte kaum vorstellbar, welchen administrativen Aufwand die Vorbereitungen für den kommunalen Glasfaserausbau bis an jedes Haus und jedes Unternehmen benötigen. Alle Dienstleistungen müssen im Rahmen von europaweiten Ausschreibeverfahren ermittelt werden.

Das Ausschreibeverfahren für die Bau- und Planungsleistungen sowie Projektsteuerung sind beendet.

–                    Wer sind die Partner der Gemeinde?

Den Zuschlag für Planung und Bauausführung hat die Firma Ostbau aus Stendal erhalten. Im Bereich Projektsteuerung ist die Firma MRK media der Partner der Gemeinde.

Darüber hinaus wird die Gemeinde von der Breitband-Arbeitsgemeinschaft (ARGE-BB) unter Federführung des Landkreises Börde begleitet.

 

–                    Wie geht der kommunale Breitband-Ausbau vonstatten?

Die Gemeinde schaut zunächst, welche vorhandene Glasfasernetzstruktur z.B. über AVACON schon da ist. Im Gebiet der Verbandsgemeinde gibt es bereits zwei Ausstiegspunkte aus dem vorhandenen Netz: einen in Bülstringen und einen in Flechtingen. Von diesen beiden Punkten wird das Netz aufgebaut. Der Vorteil an dieser Vorgehensweise ist, dass fertige Abschnitte sofort in Betrieb gehen können. Anders wäre es, wenn man zunächst einen Ort ausbaut und dann erst den Anschluss an vorhandenes Glasfaser herstellt, der vielleicht etliche Kilometer entfernt ist. Dann wäre eine Staffelung (Straßenzugweise in Betriebnahme) nicht möglich.

 

–                    Gibt es weitere Ausstiegspunkte in der Verbandsgemeinde?

Es wurde über die vorhandenen Anbieter geprüft, ob für den Glasfaserausbau weitere Ein- und Ausstiegspunkte im Gemeindegebiet (z.B. im Calvörder und Erxleber Bereich) vorhanden und auch nutzbar sind. Das Ergebnis zeigte, dass es derzeit keine Ausstiegspunkte gibt.

 

–                    Und wie geht es nun weiter?

Die Gemeinde hat bereits aufgrund der vorhandenen Glasfaserausstiegspunkte für den Ausbau die Planungsleistungen für Bülstringen und Flechtingen in Auftrag gegeben. Wenn die Planung fertig ist, stehen Massen und Maße und Kosten für den Ausbau in diesen beiden Ausbaugebieten fest. Sodann kann die Gemeinde prüfen, ob der Ausbau wirtschaftlich ist. Wenn diese wesentliche Frage mit ja beantwortet wird, kann die Ausführungsplanung in Auftrag gegeben werden und die nötigen Bauanträge gestellt werden. Liegen alle Genehmigungen vor, kann der Ausbau beginnen.

Mit dem Feststehen der Projektpartner für Bau und Planung sowie für die Projektsteuerung wird von der Gemeinde der finale Fördermittelbescheid beim Bund beantragt. Dieser ist notwendig, um die Finanzierung des Projekts zu ermöglichen. Dieser ist zugleich Grundlage dafür, dass der Eigenanteil der Gemeinde über Kreditaufnahmen realisiert wird. Ein Bescheid steht noch aus.

 

–        Wann ist mein Wohnort dran?

Ich habe eine Vorbestellung abgegeben. Sie hat eine Bindungswirkung von 12 Monaten. Was passiert nach Ablauf der Zeit?

DNS:NET als Vertragspartner teilte hierzu mit, dass von Seiten DNS:NET die Vorverträge bis zum aktiven Einschalten / Portierung der Teilnehmer als verbindlich angesehen werden.

 

Es hängt davon ab, in welchem Ort Sie wohnen. Es ist vorgesehen, den Ausbau in Bülstringen und Flechtingen beginnen zu lassen. Die nachfolgenden Orte werden in Abhängigkeit vorhandener Glasfaserleitungen noch festgelegt.

Finden in Ihrem Wohnort zur Zeit andere Baumaßnahmen statt (z.B. Erneuerung der Straße), werden wenn möglich zugleich Leerrohre mitverlegt. Diese Mitverlegung findet z.B. in Klüden, in Calvörde und in Ivenrode statt, da dort einmal die Straßen aufgerissen sind. Die Herstellung der Hausanschlüsse erfolgt später.

 

–        Mein Ort hat in der Akquisephase nur 38% erreicht. Heißt das nun, dass er nicht ausgebaut wird?

Diese Frage kann noch nicht abschließend beantwortet werden. Wenn man den Ort allein betrachtet, reicht die Wirtschaftlichkeit nicht aus. Nimmt man ihn jedoch mit einem anderen Ort oder bereits ausgebauten Gebieten zusammen, kann sich ein anderes Bild ergeben.

–        Das Land hat keine Fördermittel für den Glasfaserausbau bis ans Haus gewährt.   Ist damit das Projekt gestorben?

Die Gemeinde bedauert, dass das Land keine Mittel für den zukunftsträchtigen Glasfaserausbau bis ans Haus/Unternehmen zur Verfügung stellt. Deutschlandweit unterscheidet sich hier Sachsen-Anhalt von anderen Bundesländern.

Für das konkrete Projekt bedeutet es, dass die Gemeinde den nicht über Fördermittel gedeckten Teil selbst aufbringen muss. Dies schlägt sich in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung nieder: die Refinanzierungszeiten werden länger.

 

–        Wie teuer ist der Ausbau und wie finanziert es die Gemeinde?

Wenn 100% aller möglichen Anschlüsse und 100% aller erforderlichen Leitungen gebaut werden müssen, beträgt das Investitionsvolumen ca. 36,7 Mio €. Die Gemeinde geht jedoch davon aus, dass nicht alle Grundstückseigentümer ihr Grundstück mit einem Glasfaserkabel erschließen lassen möchten. Des weiteren geht die Gemeinde davon aus, dass vorhandene Glasfaserleitungen, die bereits von anderen Gas- oder Stromanbietern vorhanden sind, mitgenutzt und nicht neu gebaut werden müssen. Zudem nutzt die Gemeinde in bereits laufenden Baugebieten die Möglichkeit der Mitverlegung, um doppelte Kosten für das Aufschachten zu vermeiden.

 

–        Was bedeutet eigentlich Breitband?

Wie breit das Band tatsächlich ist, hängt von der Methode des Ausbaus ab. In Deutschland gibt es im wesentlichen zwei Methoden:

 

Vectoring

Hierbei wird der Verteilerkasten des Telefonnetzes mit Glasfaserkabel angeschlossen. Von dort aus geht es über die vorhandenen Kupferleitungen bis zum Haus. Bei der derzeitigen Versorgungslage innerhalb des Gemeindegebietes würde bei Einsatz von Vectortechnik tatsächlich eine Verbesserung der Leistung für viele Anschlussnehmer zu spüren sein. Das Problem ist jedoch, dass die technische Leistungsfähigkeit beim Vectoring begrenzt ist: je weiter man von einem grauen Verteilerkasten entfernt wohnt, und je mehr Nachbarn das Netz gleichzeitig nutzen, desto geringer wird die Leistung.

 

FTTB / Glasfaser bis ins Haus

Bei dieser Technik wird das Glasfaser direkt bis ins Haus gelegt. Die Glasfaser hat physikalisch keine Beschränkung, egal wie weit der Verteilerkasten entfernt oder wie viele Nachbarn gleichzeitig im Netz sind und ist deshalb auch künftigen Anforderungen gewachsen.

 

–        Warum hat sich die Gemeinde für FTTB entschieden?

Im Vorfeld der Überlegungen, wie die Internetleistung im Gemeindegebiet verbessert werden kann, wurden zwei Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben. Beide hatten im Ergebnis bestätigt, dass der Ausbau des Glasfasers bis ans Haus wirtschaftlich günstiger ist. Um Fördermittel für den Ausbau zu erlangen, konnte somit nicht das teurere Modell gewählt werden.

 

–        Wozu brauche ich Glasfaser bis ans Haus? Es reicht doch die Versorgung über Mobilfunk. Außerdem soll das 5G-Netz ausgebaut werden.

Es mag zur Zeit eine Mobilfunklösung besser sein, als die Internetversorgung aus der Telefonsteckdose. Die Mobilfunklösung ist jedoch vergleichbar mit der Vectoring-Lösung: je mehr Nutzer an einer Funkzelle dranhängen, desto geringer wird die Leistung.

Im Gebiet der Verbandsgemeinde gibt es darüber hinaus viele Funklöcher, sodass einige Orte keine Mobilfunklösung verfügbar haben.

Es ist richtig, dass 5G-Netze ausgebaut werden sollen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die bisherigen Funklöcher zunächst getilgt werden, um überhaupt erstmal ein flächendeckendes 3G-Netz zu haben. Davon ist die Gemeinde noch weit entfernt und es wird sicherlich noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Zudem muss bedacht werden: eine wesentliche Voraussetzung für die Schaffung von 5G-Netzen ist ein leistungsstarkes Glasfasernetz. Die Gemeinde setzt daher für den kommunalen Ausbau auf Glasfaser, um so alle Voraussetzung zu schaffen, damit auch bei uns ein 5G-Netz ausgebaut werden kann.

 

–        Ich habe die Vorbestellung abgegeben; sie ist 12 Monate für mich bindend. Was passiert danach?

Sie haben danach die Möglichkeit, von der Vorbestellung zurückzutreten. Das bedeutet zugleich, dass die Akquisequote für Ihren Ort abnimmt. Die Gemeinde muss dann, wenn der Ausbau für Ihren Ort ansteht, entscheiden, ob erneut die Akquise durchgeführt wird, um die erforderliche Mindestanschlussquote zu erreichen.

Sie haben auch die Möglichkeit, die Vorbestellung aufrecht zu erhalten.

 

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer,

liebe Einwohner und Besucher,

die Bürgermeister und Gemeinderäte bemühen sich um die Sicherung der gemeinsamen Zukunft in unseren Orten. Damit stehen wir auch vor der Herausforderung, uns an die geänderten gesellschaftlichen Werte und den demographischen Wandel anzupassen. Neben den alltäglichen Vorzügen der digitalen Welt, z.B. mit kostengünstiger Telefonie und rund um die Uhr mit medialen Angeboten für das Fernsehgerät, spielen auch wichtige Themen eine große Rolle.

Bereits heute können Sie zahlreiche Vorgänge direkt online abwickeln und von zu Hause aus arbeiten. Aktuell wird z.B. auch die Gesetzgebung für die ärztliche Versorgung geändert, um auch zukünftig Arztbesuche aus dem Wohnzimmer via Internet anbieten zu können. Die Digitalisierung unserer Welt lässt sich nicht aufhalten und daher wollen wir für Sie mit unserem eigenen Gemeindenetz in die Zukunft investieren und damit die Attraktivität erhöhen.

Jeden Tag erreichen uns viele Fragen, wie Sie an schnelles Internet kommen.

Auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde soll ein kommunales Glasfasernetz entstehen.

Vor fast einem Jahr haben die Gemeinderäte mit ihrem Beschluss zur Beantragung von Bundes- und Landesfördermitteln den Grundstein für die Entwicklung und Herstellung unseres kommunalen Breitbandnetzes gelegt.

Mit der Herstellung des geplanten Glasfasernetzes beabsichtigen die Gemeinden, mangels nachhaltiger, flächendeckender privater Ausbauinitiativen, die bestmöglichen Bedingungen für die Nutzung des Internets zu schaffen.

Unter dem Motto „EIN NETZ VON UNS FÜR UNS - GEMEINSAM IN DIE ZUKUNFT!“ möchten die Gemeinden zusammen mit ihren Bürgern und Gewerbetreibenden das Vorhaben umsetzen.

Warum brauchen wir überhaupt ein Glasfasernetz?

Die Datenmengen sind in den letzten Jahren durch die technische Entwicklung enorm gestiegen. Unser heutiges (Telefon-)Kupfernetz ist bereits überlastet und daher warten wir oft vor unseren Computern auf die Daten aus dem Internet. 

Das Netz der Gemeinde bringt Ihnen die Glasfaser und damit fast unbeschränkte Geschwindigkeit mit einem neuen Anschluss in Ihr Haus/Unternehmen. Dafür brauchen wir eine Anschlussquote von ca. 50 % in unseren Gemeinden, denn sonst würde aufgrund des Risikos für die Gemeinde das Projekt nicht verwirklicht werden.


Was passiert bei mir in der Straße und in meiner Wohnung/Haus?

Die Gemeinde verlegt in allen Straßen neue Glasfaserkabel. Mit Ihrer Vorbestellung wird Ihnen ein Glasfaserkabel bis zu 20m von der Grundstücksgrenze kostenfrei in Ihren Haushalt gelegt.


Wer muss die Vorbestellung auslösen?

Grundsätzlich muss immer der Nutzer der Wohneinheit, also auch der Mieter einer Wohnung, die Vorbestellung auslösen. Als Mieter muss ich mir zusätzlich die Einwilligung des Vermieters als Grundstückseigentümer einholen, dass er mit der Verlegung eines kostenfreien Glasfaserkabels einverstanden ist. Es entstehen dem Nutzer nur Kosten in Höhe von 9,90EUR für den Versand der Technik (Router, Modem). Neben den monatlichen Kosten von 49,90 EUR für den kleinsten Tarif gibt es keine weiteren versteckten Zusatzkosten.


Wem gehört das Netz und wer finanziert es?

Eigentümer ist die Gemeinde. Zum Bau der neuen Infrastruktur hat die Verbandsgemeinde 15 Millionen Euro Fördermittel vom Bund erhalten. Die restlichen ca. 10 Millionen Euro werden durch Finanzierungen gedeckt. Daher benötigen wir auch Ihre Vorbestellung, um mit der Quote von mindestens 50% der Haushalte die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens gegenüber der Bank darzustellen.


Mit wem gehe ich einen Vertrag ein?

Sie lösen eine Vorbestellung bei der DNS:net aus. Diese Vorbestellung wandelt sich erst dann in einen Vertrag um, wenn das Glasfasernetz gebaut wurde und Ihr bisheriger Telefon- und Internetvertrag ausgelaufen ist. Sie haben also keine Doppelbelastung. Nach der Freischaltung beträgt die Laufzeit Ihres Vertrages 24 Monate. Danach haben Sie die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen bzw. einen anderen Anbieter zu wählen. 

Wer ist die Firma DNS:net?

Als kompetenten Partner für die zukünftige direkte Versorgung mit großen Datenmengen wollen wir das Vorhaben gemeinsam mit der Firma DNS:net realisieren.

DNS:net hat als der leistungsstärkste Partner im europaweiten Vergabeverfahren die Ausschreibung gewonnen und pachtet das Netz der Gemeinde, d.h. sie zahlt für jeden Haushalt eine Pacht an uns. Von dieser Pacht werden dann die Finanzierungsraten, die im Punkt zuvor erwähnt wurden, bezahlt. Es geht also nicht um einen Gewinn, sondern um die Sicherstellung der Versorgung mit Daten für die nächsten Jahrzehnte.
 
Gibt es neben den schnellen und garantierten Datenraten bei Glasfaser noch weitere Vorteile?

Jeder Haushalt bekommt neben der Glasfaserader für die Internettechnik noch sechs weitere Adern in das Haus gelegt. Diese können zukünftig für die Kommunikation mit Ärzten, Krankenhäusern, Behörden usw. genutzt werden. Des Weiteren wird unsere Region für uns und Neuansiedlungen von Familien und Unternehmen deutlich interessanter, da wir eine der ersten Gemeinden sind, die ein solches Netz vorhalten werden. Dadurch sichern wir uns deutliche Standortvorteile, welche auch den Wert einer jeden Immobilie zukünftig steigen lassen.


Wo kann ich meinen Antrag abgeben?

Die Firma DNS:net bietet vor Beginn des Ausbaus Sprechzeiten und Informationsveranstaltungen an (sog. Akquisephase). Die Termine werden rechtzeitig unter  http://www.breitbandengel.de/ eingestellt. Alternativ können Sie in einer kleinen Gruppe einen Vororttermin mit Ihrem Breitbandengel vereinbaren. Die Kontakte finden Sie unter http://www.breitbandengel.de/. Zur Zeit läuft die Akquisephase in der Verbandsgemeinde Westliche Börde, der Stadt Oscherleben und der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen. Termine für das Verbandsgemeindegebiet Flechtingen werden rechtzeitig bekannt gegeben.



Die Gemeinden werden unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft Breitband des Landkreises Börde.

 

Links

Video: Wie erfolgt die Vernetzung meiner Geräte?

Video: Wie erfolgt der Einbau der Glasfaser in meinem Haushalt?

Video: Warum ist ein Glasfaseranschluss wichtig?

Dobrindt überreicht Förderbescheide für schnelles Internet

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur